Das Schloss Geschichte

Castel Badia

Eine tausendjährige Geschichte

Zwischen den stillen Gipfeln der Dolomiten erhebt sich ein Ort, der schon immer anders war als alle anderen. Im 11. Jahrhundert ließ Graf Otwin von Lurngau hier eine Burg errichten, die zunächst als Gerichtssitz diente. Der ursprüngliche Name Suanapurc verweist auf diese frühe Funktion als Ort des Rechts und der Entscheidung; erst später setzte sich der Name Sonnenburg durch.

Erst sein Sohn Volkhold gab dem Ort eine neue Bestimmung: Er verwandelte die Burg in das erste benediktinische Frauenkloster des historischen Tirols. Aus diesem Wandel entstand Castel Badia (Sonnenburg), das bereits im Mittelalter zu einem geistigen und kulturellen Mittelpunkt der umliegenden Täler wurde.

Doch was hier heranwuchs, war weit mehr als ein gewöhnliches Kloster. An seiner Spitze standen gebildete, selbstbestimmte Äbtissinnen – Frauen mit Eigenständigkeit und fest verwurzelt in der Welt ihrer Zeit. Unter ihnen Maria Antonietta Mörlin, deren Signatur „MAMA“ noch heute an den Mauern des Schlosses zu entdecken ist, sowie Verena von Stuben, die im 15. Jahrhundert die Unabhängigkeit des Klosters mit großer Entschlossenheit gegen das Bistum verteidigte.

Nach dem Brand von 1598 und Jahrhunderten des Wandels wurde das Kloster 1785 aufgehoben. Die Räume verstummten, die Natur eroberte sich ihren Platz zurück, und die Geschichte blieb als Echo.

Und immer wieder geht die Sonne auf

1965 erweckte der lokale Unternehmer Karl Knötig das Schloss zu neuem Leben und verwandelte es in ein Hotel – eine naheliegende Entscheidung für einen Ort, der im Laufe der Jahrhunderte schon vielen Geschichten und Menschen Raum geboten hatte. Ab Dezember 2025 setzt sich diese Bestimmung in einem neuen Kapitel fort: geprägt von Gunther Knötig in Zusammenarbeit mit der Familie Gasser, der Kronplatz Holding und dem Hotelier Aldo Melpignano. So entsteht ein Projekt gehobener Hotellerie, das die Geschichte des Ortes respektiert und sie zugleich zeitgemäß neu interpretiert.

Jeder Stein wurde mit Respekt restauriert: freigelegte Fresken, originale Putzflächen, bewahrte Ruinen und neue museale Räume. Durch die Burg zu gehen heißt, eine andere Dimension von Zeit zu betreten.

Und wer eintritt,

wird selbst Teil dieser Geschichte.

Hier scheint die Zeit stillzustehen, doch unsere Neuigkeiten erreichen dich schnell im Newsletter

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